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Bericht TOM 14.11.11 19:31 Medaillen zum Saisonabschluss Zum Saisonabschluss fanden in Villmergen die Schweizermeisterschaften im Team-OL statt. Von der OLG Huttwil brillierten einmal mehr die Juniorinnen, den einzigen Sieg holte aber das Team mit Altmeisterin Eva Zehnder-Gilgen.
Bei wunderbarem warmem Herbstwetter trafen sich die Orientierungsläufer, um die besten Teams im OL zu küren. Der Lauf wurde im Rietenberg ausgetragen, einem recht steilen Mittellandwald, durchzogen von vielen Wegen. Bei den Schweizermeisterschaften im Team-OL starten Dreier-Teams, die die vorgegebene Bahn beliebig aufteilen können. Es gibt aber nur eine elektronische Stempelkarte, das heisst, es kann nur ein Läufer Posten anlaufen. Wie immer an Team-OLs wurde im Vorfeld eifrig diskutiert, wie man die Dreiermannschaft am besten aufteilen sollte, damit jeder Läufer bei seinen Einsätzen schnell laufen, und sich nachher bis zum nächsten Einsatz optimal erholen konnte. Beim Start wurde es hektisch, innerhalb kürzester Zeit mussten die ersten Einsätze eingeteilt werden, und da konnten durchaus schon gravierende Fehler gemacht werden. Zu den gewöhnlichen OL-Anforderungen Kartentechnik und Laufvermögen wurde hier auch die Kommunikation im Team wichtig. Die Bahnen eigneten sich gut zum Aufteilen, bei den kurzen Bahnen gab es aber nicht so viele verschiedene Möglichkeiten. Bei den Jüngsten wird häufig nicht alleine mit der Stempelkarte gelaufen, sondern zu zweit, um Fehler zu vermeiden. Dies war auch die Strategie in Tanja Häfelis Team in der Kategorie D14. Häfeli lief mit zwei Kolleginnen aus der Gruppe ol.biel.seeland. Ein kleiner Absprachefehler unterlief dem Team, sonst ging alles gut, was auf den dritten Rang reichte, nur 7 Sekunden hinter den Zweitplatzierten. Häfeli war aber trotzdem zufrieden mit dem Saisonabschluss. Nun hofft sie, ins Nachwuchskader aufgenommen zu werden. Mit guten Resultaten übers ganze Jahr stehen die Chancen gut. Die Selektionen werden nächsten Samstag bekanntgegeben. Just auf dem zweiten Platz vor Häfeli klassierte sich Sonia Flückiger, welche mit zwei Kolleginnen aus ihrem Zweitverein OLK Wiggertal lief. In diesem Team war immer nur eine Läuferin mit der Stempelkarte unterwegs. Dem Resultat nach war diese Strategie also nicht viel erfolgreicher, die Erfahrung im Aufteilen könnte sich aber später bei längeren Kategorien auszahlen. Auch Sonias Schwester Michelle war erfolgreich und gewann mit ihrem Team die Silbermedaille in der Kategorie D12. Ihr Team war immer zu dritt unterwegs. Dies unter anderem auch, weil eine Läuferin aus dem Tessin kam und nur italienisch sprach, was keine der beiden anderen konnte. Ein Handicap schien diese Taktik nicht zu sein, der Sieg wurde nur um drei Sekunden verpasst. Ebenfalls eine spezielle Taktik hatte das Team mit Eva Zehnder-Gilgen. Ihre dritte Läuferin machte nur unter der Bedingung mit, nie mit der Stempelkarte laufen zu müssen. Also teilten sich Zehnder-Gilgen und Sabrina Meister von der OLG Dachsen den Lauf auf, wobei Meister die Steigungen übernahm. Die einzigen Fehler unterliefen Zehnder-Gilgen, wenn sie ohne Stempelkarte unterwegs war, was somit ohne Folgen blieb. Ein recht deutlicher Sieg in der Kategorie D135 war die Folge. Dies überraschte Zehnder-Gilgen, da die Konkurrenz sehr stark war.
Thomas Hofer <- Zurück zu: News |


